Bodenkunde

Unsere Böden sind die dünne belebte Haut der Erde. Sie sind eine wesentliche Lebensgrundlage für die Nahrungsmittelproduktion, Tiere und Pflanzen, aber auch Filter und Puffer für das Grundwasser.

Sie weisen eine große Vielfalt auf, die auf der Oberfläche oft nicht zu sehen ist. Ihre verschiedenen Eigenschaften führen zu verschiedenen Filterfunktionen und Schutzansprüchen.

Die Kenntnis der unterschiedlichen Eigenschaften unserer Böden ist unabdingbar für die Beurteilung ihrer Schutzfunktionen z.B. für das Grundwasser. Diese Kenntnis ist aber auch notwendig zur Bewertung der  Schutzbedürftigkeit der Böden, z.B. unter landwirtschaftlicher Nutzung oder bei Baumaßnahmen.

Die Böden bilden den Übergangsbereich zur Hydrologie, da sie oft in mehr oder weniger großer Tiefe von Grundwasser erfüllt sind. Hier sind die Wechselwirkungen zwischen der Landnutzung und dem Grundwasser ein wichtiges Beurteilungskriterium z.B. für das Pflanzenwachstum oder die Verlagerung von Stoffen in das Grundwasser.

Unsere Leistungen

  • Bodenkundliche Kartierung nach KA5
  • Bodenfunktionsbewertung für Kreise und Gemeinden (Link zum Flyer)
  • Bodenkundliche Standortgutachten für Windparks
  • Bodenkundliche und agrarwissenschaftliche Baubegleitung beim Trassenbau
  • Bodenschutzgutachten, z. B. Schwerpunkt Bodenverdichtung
  • Bodenfruchtbarkeitsbewertung für landwirtschaftliche Betriebe
  • Stoffliche Untersuchungen und Bewertungen u. a. durch Tiefenprofile, Flachlysimeter, Penetrometer, Sauglanzen

Bodenkundliches Fachgutachten

Böden erfüllen eine Vielzahl an Funktionen. Sie dienen sowohl als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen. Sie sind Regulatoren im Wasser- und Stoffhaushalt der Landökosysteme. Des Weiteren dokumentieren sie Zeugnisse der Natur- und Kulturgeschichte.

Auf der anderen Seite sind sie eine Lebensgrundlage des Menschen, der Böden als Anbaufläche von Nahrungsmitteln, Futtermitteln oder pflanzlicher Rohstoffe oder als Erholungsraum nutzt.

Sie fungieren aber auch als Standort für Verkehrswege, Leitungstrassen, Industrieanlagen und Gebäude.

Böden sind nicht vermehrbar und nur bedingt erneuerbar. Daher müssen auch sie nach dem Prinzip der Vorsorge genutzt und geschützt werden (ENGEL, 2013).

In der Bundesrepublik Deutschland wurden 2013 täglich über 70 Hektar bisher unverbauter Fläche für Gebäude, Verkehrs- und Erholungsflächen in Anspruch genommen. Angestrebt wird bis 2020 ein Flächenverbrauch von nur noch 30 ha/Tag (UBA, 2015).

Nach Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG 1998) ist der Boden wie die anderen Schutzgüter auch, in allen raumwirksamen Planungs- und Zulassungsverfahren zu berücksichtigen. Nach § 1 BBodSchG sind die Funktionen des Bodens nachhaltig zu sichern oder wiederherzustellen.

Bodenschutz

Als Boden wird der oberste, auf dem Gestein aufliegende Teil der Erdkruste bezeichnet. Die Hauptbestandteile sind organischer Humus, anorganische Mineralstoffe, Luft und Wasser. Damit stellt der Boden eine Lebensgrundlage für Tiere, Bodenorganismen, Pflanzen und Menschen dar. Darüber hinaus sind Böden durch ihre Filter-, Puffer- und Stoffumwandlungseigenschaften auch Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedien für stoffliche Einwirkungen und schützen das Grundwasser.

Die Ressource Boden ist Basis für Nahrungsmittel und Nahrungsmittelproduktion. Doch bleibt die industrielle und landwirtschaftliche Nutzung der Böden selten ohne schädigende Folgen. So kommt es beispielsweise zu Verdichtung, Auswaschung und Erosion. Über verschiedene Formen nachhaltiger Landwirtschaft wie ökologischer Anbau und regional naturverträgliche Erzeugung informieren die Seiten des www.bfn.de

Hydrogeologie

Unsere Leistungen

  • Agrarstrukturelle Fachbeiträge für die Ausweisung von Wasserschutzgebieten
  • Grundwassergütemonitoring, Errichtung und Betreuung von Grundwassermessstellen im Auftrag von Wasserversorgern, Errichtung und Betreuung von Grundwassermessstellen
  • Denitrifikations-Untersuchungen
  • Wasserrechtsanträge
  • Aqua Info
  • Beratung von Versorgungsunternehmen in Fragen der wasserwirtschaftlichen Datenverarbeitung
  • Implementierung und Pflege von wasserwirtschaftlichen Informationssystemen
  • Altdatenaufbereitung für die digitale Datenablage
  • Konzeption und Durchführung von hydrologischen Messprogrammen
  • Konzeption und Durchführung von Markierversuchen im Boden und im Grundwasser
  • Erstellung von Strömungs-, Transport- und Bilanzmodellen
  • Erstellung von Wasserrechtsanträgen und Auflagen der wasserrechtlichen Bewilligungen
  • Untersuchung der stofflichen Belastung von Fließgewässern