In Schleswig-Holstein wird Trinkwasser vollständig aus den Grundwasserressourcen gewonnen. Ein Grund mehr Grundwasser besonders vor Schadstoffeinträgen zu schützen. Dies erfolgt durch die Ausweisung von Wasserschutzgebieten zur Trinkwassergewinnung. In den Schutzgebietsverordnungen sind seit dem Jahr 1998 auch Regelungen für die Landwirtschaft und den Erwerbsgartenbau enthalten. Zur besseren Umsetzung einer grundwasserschonenden Bewirtschaftung in den WSGs wird eine landwirtschaftliche Zusatzberatung gefördert. Für aus der Verordnung resultierende Einschränkungen können die Betriebe einen finanziellen Ausgleich beim Wasserversorger beantragen. Auch die Agrarumweltmaßnahmen des Landes bieten regelmäßig Maßnahmen, die dem Gewässerschutz dienen.

Seit dem Jahr 2002 hat das Land Schleswig-Holstein eine Zusatzberatung Gewässerschutz für Wasserschutzgebiete etabliert. IGLU ist von Beginn an dabei und hat im Rahmen von Modell- und Pilotvorhaben die Grundlagen der aktuellen Beratungsstrategien konzeptionell und inhaltlich mitgestaltet.

Zentrale Inhalte unserer Beratungskonzepte:

  • Berücksichtigung der Standortgegebenheiten, bodenkundlich, hydrogeologisch und klimatisch und der regionalen Besonderheiten bei der Flächennutzung als Basis unseres Beratungskonzeptes
  • Prioritätensetzung auf Problemstandorten
  • Grundwasserschutzorientierte Düngebedarfsermittlung und -planung unter Einhaltung der DÜV. Ausloten weiterer Einsparpotenziale bei Stickstoff, Phoshat und beim Geldbeutel
  • Vegetationsbegleitende Düngeplanung u. a. mit Nmin, Nitracheck, Hydro-N-Tester, Düngefenstern, Aufwuchsmessungen usw.
  • Erfolgskontrolle u. a. durch Herbst-Nmin-Beprobung, Flächen- und Betriebsbilanzen (Stoffstrombilanz, Hoftorbilanz)
  • Wir bieten weitere Möglichkeiten des Gebietsmonitorings an, u.a. Denitrifikationsbestimmungen (N2-Argon-Methode), Untersuchungen des oberflächennahen Grundwassers mittels Sauglanze oder Flachpegel, Nitrat-Sulfat-Tiefenprofile, Unterflurlysimeter, Fließgewässeruntersuchungen, Penetrometeruntersuchungen